*
Hauptmenue-transparent
blockHeaderEditIcon


Überschrift "Texte"
blockHeaderEditIcon

Texte

Aus der Rolle fallen statt in die Falle rollen

Wir  Menschen erschaffen auf allen Ebenen des Daseins Rollen, nehmen sie ein und weisen sie zu, einfach damit wir uns in der Welt und in Beziehung mit anderen leichter zurechtfinden und weil das Spiel des Lebens und das Lernen so besser gelingen soll, ja überhaupt erst stattfinden und Spaß machen kann. Das Leben ähnelt sozusagen einem riesigen Computerspiel, auf das sich unsere Seele wohl eingelassen hat, um möglichst viele unterschiedliche Erfahrungen zu machen. So ergeben sich unvermeidbar laufend Opfer,- Täter,- und Retterrollen, verstehen wir uns als Mann oder Frau, bezeichnen jemanden als Therapeuten oder Patienten, als Streber oder Versager und agieren ständig aus diesen Rollen heraus. Selbst auf der Ebene von Ländern und Nationen ergeben sich solche Rollen und Zuweisungen und sollen der Orientierung dienen. Sogar in uns selber zeichnen sich automatisch und meist unbewusst mehrere verschiedene Charaktere und Akteure ab, die im besten Fall miteinander kooperieren und eine nette Lebensgeschichte inszenieren, im schlimmsten Fall aber auch ein tragisches Drama. Das Rollenspiel macht für uns alle und das Leben also offenbar Sinn. Doch dann verschmelzen wir unmerklich immer mehr mit der einen oder anderen Rolle, identifizieren uns mit einer Zuweisung und finden schließlich nicht mehr heraus. Die Eigenschaften der Rolle werden zum Zwang und die Rolle zum Gefängnis. Einst Sinnvolles wird schädlich. Dabei ist es wichtig, dass wir unsere Rollen immer wieder in Frage stellen, überarbeiten, gegebenenfalls ganz aufgeben und vollkommen neue, inzwischen dienlichere annehmen. Das ist eine Herausforderung für jeden Einzelnen, für jede Familie, jedes System, für jedes Land. Also mach doch aus der Ängstlichen eine Hoffnungsvolle. Verwandle den Kämpfer in einen Neugestalter. Lass die Leidende wie Phönix aus der Asche auferstehen und den Ärgerlichen sich mal so richtig freuen. Der Angreifer könnte doch zur Abwechslung mal ein Verbündeter werden und der Schwache will vielleicht endlich ein kreativer Lebenskünstler sein. Leg das Büßerkleid und die Bettlerrobe ab, überlass alles den Motten und zieh Dir was Bequemes, was Helles, was Luftiges an. Dann staune darüber, wie sich nicht nur Deine Eigenwahrnehmung verändert, sondern auch Deine Umgebung sich ganz neu auf Dich einspielt. Und erlebe die Freude und das Gefühl von Wahrhaftigkeit dabei. Denn nur wer sich ändert bleibt sich treu.
Und so spielst Du für die Welt immer eine große Rolle.

 
 

Goldwäscher am Grund des Lebens

Es ist unübersehbar. Menschen werden immer selbstbezogener. Manche sogar bis an die Schmerzgrenze gefährlich ja gnadenlos egozentrisch.

Grundsätzlich ist es wunderbar, wenn wir uns mögen, an uns glauben, wenn wir auf der Basis eines gesunden Selbstwertgefühls für unsere Belange einstehen. Es ist sinnvoll, wenn wir für die Erfüllung unserer Bedürfnisse sorgen und wenn wir uns gegen Ausbeutung oder Machtansprüche anderer abgrenzen. Denn erst wenn wir uns tatkräftig selber lieben, können wir ein glückliches Leben führen. Erst dann können wir auch anderen wirklich helfen und uns sinn- und wirkungsvoll für die Gemeinschaft einsetzen. Und erst dann können wir die Liebe von anderen wirklich annehmen.

Anders verhält es sich, wenn Menschen an einem tief liegenden Minderwertigkeitsgefühl leiden, dieses aber verdrängen und stattdessen im Außen nach Ersatz für ihren schmerzenden Mangel an gesunder Selbstliebe suchen. Wenn sie dauernd die Bestätigung durch andere Menschen brauchen, sie regelrecht erzwingen. Wenn sie ihr inneres Defizit durch Besitztümer und Macht ersetzen wollen. Dann entsteht Gier, entwickeln sich Süchte, muss man andere beherrschen und demütigen, damit man selber vor sich und der Welt größer erscheint, während das tiefe Bedürfnis danach, einfach so geliebt zu werden wie man ist, doch weiter ungestillt ja unerkannt bleibt.

Andere wiederum passen sich über die Maßen an und wollen so gefallen. Einige versinken in Hilflosigkeit mit der unbewussten Hoffnung, dann die fehlende echte Aufmerksamkeit zu erfahren, nach der sie sich tief im Kern ihrer Persönlichkeit meist schon seit ihrer Kindheit sehnen. Natürlich führen auch diese Kompensationsversuche ins Leere. Das wahre Bedürfnis nach wahrhaftiger liebevoller Zuwendung wird mit keiner dieser Strategien wirklich und nachhaltig gestillt. Ganz im Gegenteil, nicht die Selbstliebe wächst, sondern höchstens der Frust und weiterer Schaden, während die Lebenskraft schwindet.

Erst wenn wir die schwachen, bedürftigen und verletzten Teile in uns endlich selber wahrnehmen, uns ihrer annehmen, Mitgefühl für sie entwickeln und sie trösten, gibt es Hoffnung. Wenn wir die Wunden, die wir im Laufe des Lebens in Beziehung mit anderen Menschen davongetragen haben, anerkennen und liebevoll versorgen, kehrt Ruhe ein.

Dann hören wir auf, uns immer weiter aufzublasen oder zu erniedrigen und entdecken wieder unsere wahren Bedürfnisse. Wir stellen fest, dass ein Nachmittag mit Freunden viel befriedigender ist, als der Besuch eines Einkaufzentrums. Wir erinnern uns, wie gut ein Waldspaziergang tut und machen uns spontan auf die Socken. Wir erfahren, dass Mitgefühl für uns selber und für andere zutiefst erfüllend sein kann. Wir erleben wieder echte Liebe, natürliches Sein und ein tiefes Glücksgefühl, das nicht sofort wieder verwelkt wie die verhängnisvollen Blüten des teuren Ersatzes.

Jeder Mensch trägt ein gewisses Quantum an Verletzungen mit sich herum und niemand braucht sich dafür schämen. Zu den eigenen Schwächen, Fehlern und Wunden stehen ist wohl sogar eine der größten Stärken, die jemand entwickeln kann. Denn in jeder vermeintlichen Schwäche verbirgt sich eine Stärke, die wie ein verlorener Schatz ausgegraben werden will.

Lass uns also zu inneren Schatzsuchern werden, zu Goldwäschern am Grund des Lebens, auch wenn oder gerade weil die Selbstsucht in der Welt zunimmt und schon wie ein reißender Strom einher kommt. 

 
 

Jenseits von Koma oder Amok

Wir erleben eine Zeit in der Viele entweder wie betäubt und blind funktionieren, als seien sie in einer tiefen Trance und ferngesteuert. Oder sie gehen rasend über alles hinweg was im Leben einen Wert hat und Sinn macht.  Im Grunde zeugt ein solches Verhalten von tiefen Verletzungen, die jemand an Körper, Geist oder der Seele erfahren hat. Diese meist schon sehr früh erlittenen Wunden werden so verdrängt und damit auch oft weitergereicht. Aber auch immer mehr Menschen wachen auf, steigen aus der zerstörerischen Mühle und Endlosschleife aus und suchen Heilung. Sie wollen finden was ihnen von Natur gegeben ist, zurückgewinnen was sie verloren haben, ihre Menschlichkeit und die gottgegebene größte Kraft des Universums. Die liegt nicht auf dem höchsten Berg der Erde oder am Grund des Ozeans, auch nicht in einer fernen Galaxie und schon gar nicht in einem Computer oder Handy, sondern gut versteckt in unserem Innersten. Dorthin gelangt man mit dem Atem. Durch die Stille. Das Wahrnehmen des Augenblicks. Über die Leere zwischen den Gedanken. Indem wir das Urteilen sein lassen und uns jenseits davon in den Kern der Dinge begeben. Hier finden wir diese schöpferische Kraft. Sie will von uns begriffen, ergriffen und eingesetzt werden für die Erschaffung eines Daseins, einer Welt, in der das Leben wieder Freude macht, wo es sich frei entfalten kann. Über diese göttliche Kraft sind wir auch alle miteinander verbunden, wie ein magisches Internet. Wenn wir in diesen Raum jenseits von Richtig und Falsch eintreten, kommt alles  was wir brauchen in unser Bewusstsein und leitet uns und unser Tun an. Dann sind wir verbunden mit diesem Großen Ganzen, in dem, aus dem und das wir sind.

 
 

Heilkunst

Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit zu heilen und wendet sie laufend an. So auch Du. Etwa wenn sich Dein Körper von einer Grippe erholt oder Dein gebrochenes Bein wieder zusammenwächst. Auch wenn Du eine Lebenskrise meisterst, eine Enttäuschung überwindest oder einen Verlust verkraftest, ist Dein innerer Heiler am Werk und leitet Dich an. Er koordiniert virtuos unvorstellbar komplizierte Zusammenhänge in Körper Geist und Seele, wenn wir ihn lassen und macht uns nach einem körperlichen oder seelischen Einbruch, oder sollte es besser Durchbruch heißen, auf einer vollkommen neune Ebene wieder heil. Dieser innere Heiler kann genauso auch andere Menschen in ihrem ein Leben lang dauernden Ganzwerden unterstützen und das wird immer für beide Seiten heilsam und erfüllend sein. Krankheit und Heilung gehören offenbar ganz natürlich zum Leben, ja sind sogar in gewissem Sinn Förderer von Entwicklung. Denn bei jeder Verletzung bricht etwas  auf, ein Teil unseres wahren Kerns strömt durch diese Wunde in unser Leben hinein und wird während der Heilung in unser Bewusstsein, in unsere Persönlichkeit eingewoben. Heilen ist so gesehen eine Kunst. Der Mensch ist die Leinwand, der Konzertsaal, der rohe Marmorblock. Die Erfahrungen, die wir machen sind die Farben, Formen, Klänge. Die Heilmethoden stellen die Instrumente des Künstlers dar. Und göttliche Intuition erschafft federführend das Werk.
 

 

Wirklich wahr

Die Welt ist immer nur so, wie wir sie wahrnehmen. Jeder Mensch kann mit seinem Alltagsbewusstsein nur einen ganz begrenzten Teil dessen was ist erfassen und blendet den Rest folglich aus. Dafür entwickelt jeder seine ganz individuellen Filter. Unsere Aufmerksamkeit wirkt hier wie das Licht einer Taschenlampe in einem dunklen Raum. Die Gedanken und viel mehr noch unsere Gefühle steuern diesen Fokus wie ein Joystick. Je nachdem wie lange er worauf schaut, erschafft so jeder seine ureigene Realität sogar während wir das Selbe erleben.

Immer wieder werden wir von anderen auch in ihren Ausschnitt der Wirklichkeit eingeladen oder entführt. Und meistens spielen wir gerne mit solchen anderen Realitäten, etwa wenn wir ein Buch lesen oder ins Kino gehen. Im besten Fall erweitern wir so unseren Horizont.

Doch manchmal fesselt ein verstörendes Ereignis unsere Aufmerksamkeit so sehr, dass wir eng, starr und schwach werden. Dann müssen wir uns von dem Schrecklichen losreißen und eine Wirklichkeit suchen, die darüber hinaus reicht. Dann sollten wir den Fernseher wie auch das innere Kino lieber um- oder abschalten, den nörgelnden Nachbarn mal stehen lassen, einen ängstlichen oder traurigen Freund in seiner Not wahrnehmen, ihn dann aber eher in einen weiteren Blick einladen, als in seinen engen einsteigen.

Wir entscheiden so, was in uns wirkt und was für ein Spiel wir dann mit diesem göttlichen Werkzeug Aufmerksamkeit in dieser Welt spielen. Das „Entweder-oder-Drama“ oder die „Sowohl-als-auch-Lotterie“, das „Ich-gegen-alle-Battle“ oder die „Alle-sind-eins Challenge.  Die Wirklichkeit ist ein sehr kreatives Spiel, das unsere Seelen spielen, auch wenn es manchmal bitterernst zugeht und es kann richtig Spaß machen, wenn wir die Regeln lernen und uns mit Freude ganz bewusst darauf einlassen.

Du bist dran!

 

Überall Hier und unendlich Jetzt

Leben verläuft nur scheinbar oder oberflächlich betrachtet linear. In Wirklichkeit entfaltet sich Bewusstsein wie eine Blüte in alle Richtungen. Da dringen wir Menschen etwa immer tiefer ins All vor, entdecken Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxien und gleichzeitig immer noch kleinere Existenzräume im Innersten unserer Atome. Wir entwickeln atemberaubende Zukunftstechnologien, während wir das Leben auf diesem Planeten in immer weiter zurückliegenden Zeitaltern entschlüsseln. Es drängt sich der Gedanke auf, ob Zeit und Raum real sind oder nur ein Konzept, mit dessen Hilfe wir das Ganze in seinen Einzelteilen überhaupt erst wahrnehmen können. Was, wenn alles immer schon, für immer und überall da ist und wir als Teil davon in diesem Meer des Seins unterwegs sind? Was, wenn überall Hier und unendlich Jetzt ist? Eigene Vergangenheit verstehen lernen und kreative Zukunftsvisionen entwickeln sind dabei aus meiner Sicht wichtige Koordinaten, über die sich unsere Seele als Mensch in diesem Hier und Jetzt verankert. Und Leben bedeutet, sich in dieses Bermudadreieck des Daseins einlassen und immer wieder in einer neuen persönlichen Welt auftauchen.

Spirituelle Psychotherapie will ein Kompass für die innere Reise sein, auf der sich jeder schon befindet.

 

Lass los und Du wirst was Du wirklich bist

Unser Körper ist ein Bewusstseinsspeicher. Gefühle sind Energie in Bewegung, E-Motion-s. Wenn wir sie unentwegt und unbewegt unterdrücken, aushalten oder gar abspalten, lagern sie sich ein. Diese nicht wahrgenommenen, kontrollierten Emotionen verursachen mit der Zeit Druck, Stress, Schmerz und Krankheit. Sie machen uns schwerfällig, starr, gereizt und unsicher. Denn angestaute Gefühle verhalten sich wie Tretminen oder Einmachgläser mit gärendem Inhalt. Ausgelöst durch alle möglichen Umstände oder andere Menschen springen sie auf und fliegen uns in Form von Schwierigkeiten und Leid um die Ohren. Bis wir das Minenfeld räumen, uns mit den alten Erfahrungen befassen und sie so entschärfen. Bis wir auf unsere aktuellen Gefühle jeweils ganz eingehen und uns von ihnen bewegen lassen.

Spirituelle Psychotherapie mit den verschiedensten Herangehensweisen kann helfen, die hierfür nötige innere und äußere Stabilität und Stärke zu entwickeln, sodass wir offen und durchlässig werden für ein kraftvolles und freies Leben und für all die tiefen und schönen Gefühle, die es mit sich bringt.

In der Dokumentation „Emotion“ werden diese Zusammenhänge sehr schön ausgeführt.

 

So werden Träume wahr

Träume sind ein Schlüssel für die Transformation unseres Lebens. Sie sind die Verbindung mit unserer Seele, mit unserem eigenen und dem kollektiven Unbewussten.

Wenn wir unsere Träume wahrnehmen und verstehen lernen, öffnet sich damit eine Tür zu neuen Möglichkeiten. Diese Potentiale liegen wie geheimnisvolle Schätze jenseits aller bisherigen Erfahrungen in jedem von uns bereit und warten darauf, dass wir sie erfassen, entwickeln und ausleben. Es sind Einsichten, Fähigkeiten, Stärken, kreative Ideen, Impulse, göttliche Eingebungen.

Wir träumen immer! Selbst während des Wachseins gleiten wir mit unserem Bewusstsein auf einem Fluss aus Tagträumen dahin. Dabei schauen wir manchmal in diesen Fluss hinein oder etwas springt uns aus ihm entgegen und wir greifen es auf. Nachts tauchen wir dann ganz ab in diese Welt des Geistes, lassen unser Bewusstsein, die Kontrolle, den Verstand schlafend zurück. Nur einige der dort gesammelten Erfahrungen bringen wir am Morgen mit nach oben in unser Tagesbewusstsein. Doch sie sind Nahrung für unsere wachsende Lebensweisheit, wenn wir sie gekonnt in unser Selbstbild einflechten.

Auch wenn wir uns aktiv etwas vorstellen, uns auf ein bestimmtes inneres Bild konzentrieren, fischen wir in der Welt unserer Fantasie, in der eigentlichen Substanz des Geistes. In der therapeutischen Imagination können wir sogar ganz gezielt Barrieren in diesem unbewussten Fluss unserer Gefühle und Vorstellungen suchen und ausräumen, sodass unser Leben immer freier seinem Sinn gemäß verläuft. Der Lebensfluss wird so geklärt und bereinigt bis zurück in die Quelle und bis zur Mündung ins Meer. So steckt manchmal jemand in einem Schlammloch fest, ist gestrandet oder hat sich in einem Ausläufer seines Lebensflusses verfahren. Dann hilf die Imaginationstherapie bei der Neuorientierung, Problemlösung und in beim Kurswechsel.

Vor allem aber lernst Du in der therapeutischen Imagination, wie Du die Kräfte und die Weisheit des Unbewussten für ein gesundes glückliches und erfülltes Leben nutzen kannst und wirst so Dir und Deinem wahren Wesen immer bewusster. Du lernst, wie man störende Anker in seinem Geist löst und an stimmigeren Punkten welche setzt oder wie man innere Strömungen nutzt. So wirst Du mehr und mehr eins mit Deinem inneren Fluss und mit dem Ganzen, aus dem er kommt und in das er sich ergießt.

Träume nicht vom Leben,
sondern lebe Deine Träume.

Footer-Menu
blockHeaderEditIcon
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail